Stellungnahmen

Klare Argumente. Klare Positionen.

Stellungnahme zur Diskriminierung und Stimmungsmache gegen die Tafel-Arbeit

Neben der Lebensmittelhilfe organisieren wir mit der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern vielseitige Angebote für benachteiligte Menschen. Für unser Engagement für sozial benachteiligte Bürgerinnen und Bürger erfahren wir zunehmend eine Welle der diskriminierenden Anfeindungen und Äußerungen aus Teilen der Stadtgesellschaft, die uns zutiefst betroffen machen. Deshalb beziehen wir eine klare Haltung, dass wir uns davon nicht einschüchtern lassen und wir gegen jegliche Form der Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit, Intoleranz und Hass sind.

Wir stehen für Werte die die Gesellschaft zusammenhält: Respekt, Toleranz, Chancengleichheit und Solidarität. Wir leben Demokratie und übernehmen soziale Verantwortung für sozial benachteiligte Gruppen. Wir wollen auf Missstände in der Gesellschaft aufmerksam machen. Denn: Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass in einem reichen Land, wie Deutschland, Menschen in Armut leben. Auch in unserer Stadt gibt es menschliche Probleme. Diesen Menschen gilt es weiterhin zu helfen. Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass ein sozial benachteiligtes Kind, nicht gleich viel wert ist, wie Kinder aus nicht-bedürftigen Familien. Bedürftige Kinder brauchen nicht nur eine gesunde Ernährung, sondern eine nachhaltige Förderung. Dort wo der Sozialstaat sich ganz oder teilweise zurückgezogen hat, wollen wir Handeln und etwas verändern.

Die rund 25 Ehrenamtlichen Tafel-Helferinnen und -Helfer arbeiten am Rande ihrer Belastbarkeit und zugleich müssen sie sich aber auch oftmals diskriminierenden Anfeindungen und Äußerungen aus der Bevölkerung erwehren. Es darf nicht sein, dass Menschen, die freiwillige Hilfe ermöglichen und sich in ihrer Freizeit für Arme, Kranke, Behinderte, Flüchtlinge, Kinder und ältere Bürger, die abseits der Gesellschaft leben, engagieren und hierfür aus Teilen der Stadtgesellschaft angegriffen werden. Es darf nicht sein, dass die Ärmsten der Gesellschaft gegeneinander ausgespielt werden. Deshalb sagen wir: Es reicht! Wir sind für Meinungsfreiheit, Offen für Kritik, aber gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt, Intoleranz, Hass und jeder Form des Extremismus. Hetzer und verbale Brandstifter haben bei uns keinen Platz. Sie sind hier nicht willkommen.

Die Hetzer sind wenige, die mit Herz viele. Deshalb können wir mit Stolz und Freude berichten, dass die Zahl der Menschen, die sich für die Tafel Seesen und ihre Tafel-Nutzer engagieren und nach ihren Möglichkeiten unterstützen, größer ist, als die der Hetzer und mit einem menschenfeindlichen Weltbild.

Wir danken allen Helfern, Förderern, Spendern und Sponsoren die mit ihrem Engagement, ihrer Hilfsbereitschaft und Unterstützung Herz zeigen. Sie stehen für Weltoffenheit, Toleranz, Vielfalt, Mitgefühl, Engagement, Menschlichkeit und Solidariät.